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Grundlagen der Seminararbeit

Die Ausbildung im Studienseminar orientiert sich an der Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst (APVO-Lehr) vom 13. Juli 2010 sowie an den zugehörigen Durchführungsbestimmungen vom 29.09.2010.

Ziel des Vorbereitungsdienstes ist es, die Referendarinnen und Referendare im Laufe der Ausbildung bei Erwerb bzw. Weiterentwicklung von Kompetenzen zu untersützen, die ein professionelles Lehererhandeln im Schulalltag ermöglichen-

Die in der Anlage der APVO-Lehr genannten Kompetenzen sind Grundlage für die Entwicklung eines Seminarrahmenplans, der die inhaltlichen und organisatorischen Aspekte der Ausbildung dokumentiert und Basis für die Erstellung fachdidaktischer Pläne bildet.  

Ausgehend von Lernfeldern, die die schulischen Handlungssituationen abbilden und denen die Kompetenzen der APVO-Lehr zugeordnet sind, entwicklen die Fachseminare Lernsituationen, die die beruflichen bzw. schulischen Handlungssituationen konkretisieren. Der Seminarrahmenplan für alle Studienseminare LbS ist nach Lernfeldern strukturiert und bildet die gemeinsame Grundlage für die weitere Arbeit an den fachspezifischen Curricula.

Ausgestaltete Lernsituationen existieren bereits für die pädagogischen Seminare. Neben den Kompetenzen sind dort Inhalte und Methoden ausgewiesen, die besonders geeginet sind, die Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst und nachfolgend deren Schülerinnen und Schüler "kompetent" zu machen.

Der Arbeit im Studienseminar liegt der Kompetenzbegriff nach Gerhard Ziener (Bildungsstandards in der Praxis. Seelze 2008) zugrunde. "Kompetenzen geben Auskunft über das, was jemand kann, und zwar in dreifacher Hinsicht: im Blick auf seine Kenntnisse, seine Fähigkeiten, damit umzugehen und seine Bereitschaft, zu den Sachen und Fertigkeiten eine eigene Beziehung einzugehen. [...] Kompetenzen sind Fähigkeiten unter dem dreifachen Aspekt von Kenntnissen, Fertigkeiten und Einstellungen. Kompetenzen äußern sich in konkreten Handlungen." S. 23

Organisation der Seminararbeit

Nach §6 APVO-Lehr vom 13. Juli 2010 werden die Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst für das Lehramt an berufsbildenden Schulen jeweils acht Stunden im Monat in einem pädagogischen Seminar sowie in zwei Fachseminaren der beruflichen Fachrichtung und des Unterrichtsfachs bzw. in Sonderpädagogik ausgebildet.  

Um den Referendarinnen und Referendaren mehrfach die zum Teil weite Anfahrt ins Seminar zu ersparen, liegen in der Regel alle Fachseminarsitzungen an einem Tag. Mittwochs ist unser Seminartag, an dem man alle Fachleiterinnen und Fachleiter und alle Referendarinnen und Referendare trifft, sich unterhält und gemeinsam arbeitet.

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In der Zeit von 10:30-12:00 Uhr arbeiten die Fachseminare für Unterrichtsfächer, von 12:30-14:00 Uhr die pädagogischen Seminare und von 14:30-16:00 Uhr die Fachseminare der beruflichen Fachrichtung. Die Zeiten von 8:30-10:00 Uhr und von 16:30-18:00 Uhr stehen für zusätzliche Qualifikationen zur Verfügung.

Eine Besonderheit in der Seminarorganisation stellen unsere Seminartage dar, die ca. alle drei Monate stattfinden. Dann steht ein kompletter Seminartag jeweils für die berufliche Fachrichtung, das Unterrichtsfach oder das pädagogische Seminar zur Verfügung. Eine Gelegenheit, um außerschulische Lernorte aufzusuchen, an komplexen Themen im Zusammenhang zu arbeiten oder themenbezogene Exkursionen durchzuführen.